Ceahlau

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1. Die Geschichte der geschützten Region Ceahlau

Die Geschichte dieser Region verliert ihren Ursprung im Nebel längst vergessener Zeiten. Über Jahrhunderte kommen nur die Geschichten und Sagen durch und einige aufbewahrte Aufzeichnungen. Der Name des Gebirges wird zum ersten mal zur Zeit Stefans des Großen in einem Dokument von 1458 erwähnt, durch das die Grenze zum Kloster Bistrita bestimmt war. Dimitrie Cantemir (1673-1723), Herrscher von Moldawien und Gelehrter, vergleicht in seinem Buch „Descrierea Moldovei” den Ceahlau mit dem Olymp, Pind und Pelias. In den Gegenden Piatra cu Apa, Polita Creemenis, Bistricioara sind Werkzeuge, Feuer- und Wohnstellen aus dem oberen Paleolitikum (Altsteinzeit) entdeckt worden, die von vereinzelten Gruppen von Jägern benutzt worden sind. In den Dörfern die entlang des Flusses Bistrita-Hangu, Secu, Ceahlau, Izvorul Alb sind Spuren von Geto–Dakischen Kulturen entdeckt worden, die aus Lehmtöpfen, Hacken und Wohnungen bestanden. Viele Ortsbezeichnungen, die mit dem Namen der Mönche oder mit deren Gebetsplätzen in Verbindung gebracht waren, bestehen noch heute wie: Pestera lui Ghedeon, Turnul Sihastrului, Pestera Pustnicului. Die Klöster, die im Umkreis Ceahlaus nach dem 16. Jahrhundert gebaut worden sind, waren die ersten Lehrzentren des Lesens und Schreibens. Eine andere Information besteht aus dem Jahre 1860, als die Familie der Cantacuzinos den ersten Pfad in den Ceahlau anlegen lässt. Der Name des Berges kommt von dem Regionalwort „tictau”, welches felsige Spitze bedeutet. Mächtig und abwechslungsreich aus dem landschaftlichen Gesichtspunkt hat der Ceahlau schon immer die Naturalisten angezogen, die gierig waren, seine Schönheit zu entdecken und seine Tier- und Pflanzenwelt zu untersuchen. Dies führte dahin, das der Ceahlau die meist untersuchte Gegend der rumänische Karpaten ist. Die Begegnung zwischen Mensch und Berg hat etliche Sagen hervorgerufen. Diese Geschichten, die viel Wahrheit enthalten, die um den Berg, den Felsen und die Lichtungen entstanden sind, bringen aus dem Nebel der Zeit Bilder der Geschichte des rumänischen Volkes.

2. Standort (Geografische Daten)

Das Ceahlau-Gebirge liegt mit einer Fläche von ca. 292 km2 zentral in den Östlichen Karpaten an der Kreuzung des 47. Längengrades mit dem 26. Breitengrad. Aus geografischer Sicht ist das Gebirge klar von den benachbarten Bergen durch tiefe Schluchten und Hohe Spitzen abgegrenzt:

N - Das Tal der Bistricioara ist die Grenze zum Bistrita Gebirge. E - auf eine Fäche von 35 km wird hier die Grenze vom Stausee Izvorul Muntelui festgelegt. S – Das Tarcau Gebirge wird hier vom Ceahlau durch das Bicaz Tal getrent. V- als Westliche Grenze ist der Masiv Hasmasul Mare und die Cheile Bicazului.