Studieren in Deutschland

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Jeder Ausländer, welcher in Deutschland studieren will, hat die Möglichkeit nach Deutschland zu kommen um hier die deutsche Sprache zu lernen. Voraussetzungen ergeben sich aus dem Ausländerrecht. Nachweis über die Finanzierbarkeit, Krankenversicherungsschutz, genügenden Wohnraum usw. Dafür stellt der deutsche Gesetzgeber dem Ausländer einen Zeitraum von 18 Monaten.

Zuständig sind die jeweiligen Ausländerämter. Diese müssen der deutschen Auslandsvertretung eine Vorabgenehmigung erteilen. Die deutsche Auslandsvertretung erteilt dann das Visum für drei Monate. Die Ausländerämter erteilen dann eine jeweils befristete und begrenzte Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate. Die Aufenthaltsgenehmigung wird nur die Spracherlernung erteilt. Eine berufliche (auch nebenberufliche) Tätigkeit ist untersagt.

Viele Universitäten bieten auch solche Sprachkurse an. Die Teilnehmerzahl ist jedoch sehr begrenzt und Personen mit einem Stipendium (insbesondere aus den USA und Kanada) werden bevorzugt. (Diese haben es wirtschaftlich am nötigsten). Eine andere Möglichkeit sind die Lehrgänge beim Goetheinstitut. Diese Lehrgänge sind sehr teuer. Aber es gibt auch private Sprachschulen, z. B. in Frankfurt am Main die Lehrerkooperative. Diese Führen solche Sprachlehrgänge bis zur Vorbereitung auf die Prüfung "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DHS) erfolgreich, preiswert und in kleinen Gruppen durch.

Um ein Studium in Deutschland an einer Universität zu beginnen, müssen die Kenntnis des DHS nachgewiesen werden. Um diese Prüfung abzulegen, verlangen die meisten Universitäten den Nachweis der Vorkenntnis der Sprache. In Frankfurt kostet diese Prüfung um die 100 Euro.

Ich empfehle jeden studierenden die Prüfung an der Fachhochschule Gießen / Friedberg abzulegen. Diese machen es zweimal im Jahr. Neben der DSH Prüfung machen diese auch eine Notenbewertung (Matura und Vorstudium). Dieser dann ergehende Bescheid ist für alle Universitäten und Fachhochschulen rechtlich verbindlich.

Gleichgesetzt mit dem DSH sind weiterhin folgende Zertifikate:

  • TestDaF: Nur, wenn alle Prüfungsergebnisse mit dem TDN 4 abgelegt wurden;
    • Kleines oder Großes Deutsches Sprachdiplom;
    • Zentrale Oberstufenprüfung des Goethe-Instituts;
  • im Ausland auch: Institutionen mit Prüfungsauftrag des Goethe-Instituts;
  • KMK-Prüfung Deutsches Sprachdiplom Stufe II (DSD II);
  • DSH anderer deutschen Hochschulen;

Diese Reglung ist zur Zeit gültig für alle Universitäten und Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland. In der "Hochschulrektorenkonferenz" (hier in Bonn) wurde eine solche Einigung mit dem Bundesinnenminister und den Innenminister der Länder vereinbart. Dabei hatten die Beamten aus den Innenministerien keine Ahnung von einem Auslandsstudium. Viele kannten noch nicht einmal eine deutsche Universität als Student von innen.

Eine Voraussetzung wurde überhaupt noch nicht erläutert. Der ausländische Studierende muss bereits in seinem Heimatland erfolgreich ein Studium an einer Universität abgeschlossen haben. Wenn nicht, dann müsste dieser erst einmal in Deutschland die Hochschulreife erwerben.

Einige Fachhochsulen, so die FH in Fulda, dort führt der Rektor oder sein Stellvertreter persönliche Gespräche mit den ausländischen Kandidaten.

Diese 18 Monate kann man noch wie folgt verlängern, wenn man vorher eine Tätigkeit als Au-Pair (bis zu 12 Monate) vorschiebt. Die 18 Monate werden auch bei den deutschen Ausländerämtern nicht so eng gesehen. Da die Prüfungen zum DSH nur zweimal im Jahr stattfinden und man auch einmal durchfallen darf, sind 24 Monate keine Seltenheit.